Rezepte Giftstoffe Gesundes

Die Frage der richtigen Ernährung des eigenen Hundes stellt sich vermutlich jeder Hundebesitzer schon vor der Anschaffung.

Die einfachste Methode ist mit Sicherheit, eine Vollnahrung in Form von Trocken- oder Feuchtfutter anzubieten. Dennoch sollte man sich im klaren darüber sein, dass es viele schwarze Schafe unter den renommierten Futtersorten gibt, die z. T. Abfallprodukte, Zucker und einen geringen Fleischanteil besitzen. Hier ist die Kennzeichnungspflicht in Deutschland sehr viel weniger streng als in anderen Ländern wie zB. Dänemark, teilweise werden auch Federn, Schnäbel und Krallen vermahlen. Das Ganze nennt sich dann oft "tierische Nebenerzeugnisse" und mal ehrlich - ich möchte gar nicht genau wissen, was da mit so alles gemeint ist. Vor allem bei gängigen Trockenfuttersorten kommt es vor, dass der Getreideanteil sehr hoch ist, eigentlich eine untypische Hundeernährung, da der kurze Darm der Fleischfresser dafür gar nicht geeignet ist. Oder habt ihr schon viele Hunde freiwillig ein Weizenfeld auffressen sehen?

Wir füttern unsere Hunde ganz unterschiedlich:

Billie-the-Kid ist ein etwas komplizierter Fall. Sie hat seit sie klein ist damit zu kämpfen, dass sie sich oftmals übergeben muss. Ich habe vielen, vielen Tierärzten das Problem geschildert, keiner davon konnte mir den entscheidenen Hinweis geben, im Gegenteil, mir wurde oftmals geraten, den Hund einfach ein bis zwei Tage hungern zu lassen, dann würde es schon wieder gehen. Genau falsch, denn sie muss unbedingt regelmäßig fressen, da ihr Problem darin besteht, dass sie zuviel Magensäure hat. Da einige auch auf eine Futtermittelallergie getippt haben, habe ich alles mögliche ausprobiert und bin schließlich beim Selbstkochen gelandet. Seit ich festgestellt hatte, dass das Problem nicht auftritt, wenn sie abends nach 18.00h noch einmal frisst, kommen wir ganz gut klar. Etwas schwierig ist, dass sie sehr, sehr wählerisch ist, sie ist der einzige Hund, den ich kenne, der auch Rinderfilet stehen lassen würde, wenn sie keinen Hunger hat. Also habe ich mittlerweile viele Tricks auf Lager, um ihr das Essen schmackhaft zu machen, das Beste ist in jedem Fall ein Eßlöffel Speiseöl, am besten so etwas ähnliches wie Becel, da es viele ungesäuerte Fettsäuren enthält, die der Hund unbedingt braucht. Da sie ein sehr schlanker Hund ist, kann sie sich das ohne weiteres erlauben, ihr Gewicht schwankt nur geringfügig um die 10,5kg. Mittlerweile bekommt sie oftmals auch rohes Fleisch vom Rind oder Lamm (BARF - Bones and raw food), das schmeckt und bekommt ihr offensichtlich gut, obwohl sie sonst so magenempfindlich ist, verträgt sie als einer der ganz wenigen Hunde excellent Knochen und Knorpel, was bei anderen oft Durchfall oder Verstopfung verursacht. Natürlich reicht rohes Fleisch aber als Alleinfutter nicht aus, da ihr sonst andere Mineralien und Vitamine fehlen würden und das es fast unmöglich ist, ihr Gemüse unterzujubeln, mische ich oftmals eine Mineralstoff-Vitamin-Mischung unter, die auch der Chef-Sortierer nicht mehr auseinanderpuzzeln kann - dieser Hund ist in der Lage in einem dicken Klops Hackfleisch eine 3mm große Tablette sauber zu extrahieren und drumherum zu fressen. Einen so disziplinierten Fresser kenne ich sonst keinen, sie braucht dementsprechend auch 10mal so lange wie alle anderen. Da sie aber der Rudelchef ist, macht ihr auch keiner das Fressen streitig, im Gegenteil, Gina weiss genau, dass es für sie erst etwas gibt, wenn Billie fertig ist - und sie spekuliert natürlich auf die Reste, die oftmals übrig bleiben.

Gina ist ähnlich wie Wutzdog fast ein Allesfresser: Was sich nicht wehrt oder bei 3 auf den Bäumen ist, wird vertilgt. Allerdings würde Wutzdog sogar für ein Stück schnöde Salatgurke oder eine Möhre eines seiner Vorderbeine verkaufen, das könnte Gina nun wiederum nicht passieren: Gemüse und Obst hält sie für ungenießbar, das wird wieder ausgespuckt. Dosenfutter verträgt sie genau wie Billie nicht besonders gut, daher gibt es das bei uns nur in Notfällen. Da ich eben für Billie sowieso koche oder frisches Fleisch besorge, profitiert Gina meist davon, sie erhält mindestens die Hälfte ihres Tagesbedarfs in Form von Trockenfutter, da ist sie nicht besonders wählerisch.

Eumel besitzt aller Wahrscheinlichkeit nach eine Futtermittelunverträglichkeit, einen Allergietest haben wir nicht gemacht, da dies recht ungenau ist und einen grossen Aufwand bedeutet. Als wir ihn bekommen haben, hat er 3 Monate lang permanent Durchfall gehabt. In der ersten Zeit dachten wir noch an die Umstellung von Spanien nach Deutschland, da viele Hunde, die direkt aus Spanien kommen, zunächst einmal Durchfall haben. Nach 2 Wochen glaubten wir nicht mehr so recht daran. Wir haben vieles probiert, wir haben sogar NUR Reis gegeben - nichts hat geholfen. Nach 3 Monaten war es dann soweit, dass er an einem Tag nur noch Blut ausgeschieden hat. Die Diagnose war eine schlimme Darmentzündung, und der Tierarzt hat uns dann endlich auf den Trichter gebracht, das wahrscheinlich eine Allergie vorliegt. Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich nicht selbst darauf gekommen bin, allerdings waren wir ja auch das andere Extrem - den Müllschlucker Wutzdog - gewohnt. Danach haben wir mit Royal Canin Sensibel angefangen - und alles wurde gut. Das hat er nun 1 Jahr lang bekommen, und nun beginnen wir aus verschiedensten Gründen nach Alternativen zu suchen. Besonders mit Leckerchen ist es schwierig, da beim Training oder bei einem Spaziergang harte Trockenfutterbrocken einfach von Nachteil sind. Als Leckerchen zwischendruch muss daher Hühnchenfleisch, Pute oder Pferdefleisch herhalten. Alles in allem scheint seine Allergie schon besser geworden zu sein, die Toleranz hat sich verschoben. Anfänglich vertrug er die selbstgebackenen Leberleckerchen gar ncith, mittlerweile geht dies auch schon. Nur bei gekauften Leckerchen reagiert er extrem und schnell.

Wutzdog ist von unseren Hunden wahrscheinlich das kleinste Problem. Er frisst gekochtes wie rohes Fleisch, fast alle Obst und Gemüsesorten, egal ob roh oder gekocht, Getreide, Trockenfutter, Nassfutter, ein wahrlicher Müllschlucker! Als ich ihn bekam, und noch blutiger Anfänger war, hat er Royal Canin mini mit Dosenfutter bekommen, ich habe jedoch bald angefangen zu experimentieren. Ich weiss nicht, wieviele Trockenfuttersorten ich schon an ihm ausprobiert habe, er hat mit keinem ein wirkliches Problem. Schon allein durch das Eumelproblem hatten wir ein paar Futtersäcke da, die der Eumel letztendlich nicht vertrug, daher war es praktisch, diese dann alle Wutzdog geben zu können und nciht wegschmeissen zu müssen. Mittlerweile bekommt er alles querbeet, er bekommt eigentlich selten jeden Tag das gleiche wie am Vortag, und die ruckartigen Futterumstellungen sind überhaupt kein Problem. Dadurch, dass er eben fast ALLES frisst, kommt auch schonmal eine Dose Sauerkraut zum Einsatz, um Luftballons und Gummibänder wieder loszuwerden...