adDOGted - die Hundeseite, die abhängig macht

Zum Thema "Gesundes" gibt es vermutlich die gleichen Diskussionen wie bei den "Giftstoffen". Teils wird wie schon in dem Kapitel Giftstoffe erwähnt, z. B. die Wirkung von Zwiebeln und Knoblauch als gefährlich oder gar gesund eingestuft. Diese Diskussion soll jedoch hier nicht geführt werden...

Karotten:

Viele Hundebesitzer nehmen rohe geraspelte Karotten, um ihren Hund zu entwurmen, jedoch gibt es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, die dieses Vorgehen rechtfertigen. Rohe Karotten können nicht schaden, sie jedoch zur Entwurmung einzusetzen, gehört sicher in die Märchenschublade.

Neueste Erkenntnisse haben jedoch gezeigt, dass Karotten Antibiotika ersetzen können. Wissenschaftler aus Erlangen und Wien haben Inhaltsstoffe in Karotten, Äpfeln und auch Preiselbeeren gefunden, die einen Durchfall innerhalb 2 Tagen ausschalten und somit teils schneller wirken als Antibiotika. Die sogenannten Oligogalakturonsäuren besetzen eine bestimmte Reaktionsstelle innerhalb der Erregerzelle, ohne die das Virus oder Bakterium sich nicht weiter vermehren kann. Bereits vor gut 100 Jahren war diese "Therapie" bekannt, und so wurde sie nun erforscht und ist auch bei Tieren erfolgreich einsetzbar. Die Oligogalakturonsäuren werden in den Karotten erst nach längerem Kochen gebildet. Kocht man 500 g geschälte Karotten 1 Stunde in 1 Liter Wasser, püriert das Ganze, füllt wieder auf einen Liter auf, und fügt noch einen gestrichenen Teelöffel Salz hinzu, erhält man die Morosche Karottensuppe, deren Name auf ihren Entdecker von vor 100 Jahren zurückgeht. Gute Besserung!

Bierhefe:

Bierhefe wird wie der Name schon sagt, zur Bierherstellung eingesetzt. Früher blieb sie im Bier enthalten, heute wird sie zur besseren Haltbarmachung des Bieres entfernt. Bierhefe (Saccharomyces cerevisiae) ist wie alle anderen Hefen ein Bakterium, daher ist die Bierhefe reich an Aminosäuren, Mineralstoffen und Vitaminen. Der Vitamin-B-Komplex erhält die Haut und Fellstruktur und sind für den Stoffwechsel der Fettsäuren unerlässlich. Bierhefe gibt es in Drogerien in unterschiedlichen Formen, zur Dosierung am praktischsten ist wohl die Flockenform. Ein 10 kg Hund benötigt ca. 1 TL am Tag. Sollte ihr Hund sich stark kratzen oder Durchfall bekommen, sollten sie auf Vitamin B Produkte ohne Hefe zurückgreifen.

Heilerde:

Heilerde gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen. Als Pulver zur innerlichen und äußerlichen Anwendung oder als Kapseln. Heilerde wird aus Löß hergestellt, das in der Eiszeit durch Gesteinsreibungen enstand. Zur Aufbereitung wird das Löß mehrfach gewaschen und gesiebt, bis man das im Handel erhältliche feinkristalline Pulver erhält.

Heilerde wirkt unterstützend bei Durchfällen, Sodbrennen, Völlegefühl, vermehrte Magensäure, sowohl beim Menschen als auch beim Hund. Wenn Ihr Hund auf dem Hundeplatz oder in lehmreichen Gebieten Erde aufnimmt, also "Dreck" frisst, fehlen ihm, wenn es nicht schlichtweg eine dumme Angewohnheit ist, wahrscheinlich Mineralien. Dem können Sie mit Heilerde erfolgreich entgegenwirken. Für meinen knapp 10 kg Hund liegt die Dosis bei einem halben bis einem TL alle 2 Tage.

Man sollte die Dosierung jedoch am eigenen Hund vorsichtig testen, da jeder Hund anders reagiert und möglicherweise durch die Heilerde Verstopfung bekommt.

Die genaue Zusammensetzung können Sie dem Beipackzettel entnehmen, der dem Produkt im Allgemeinen beigefügt ist. Sie werden sehen, dass Heilerde ein reines Naturprodukt mit reichem Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen ist.

Gemüse allgemein:

Mit dem Gemüse ist das so eine Sache. Rohes Gemüse kann nicht schaden, jedoch sollte man es raspeln - oder dünsten. Der Hund hat einen im Vergleich zu unserem relativ gesehen kurzen Darm, daher ist es ihm nicht möglich, den gleichen Nährstoffgehalt aus rohem Gemüse zu ziehen wie Menschen. Beim Raspeln oder pürieren werden die pflanzlichen Zellen zerstört, so dass die enthaltenen Vitamine, Proteine und andere freigesetzt werden und dem Hundedarm direkt zur Resorption zur Vefügung stehen. Das ist beim dünsten ähnlich, es wird leichter verdaut, jedoch überleben manche Vitamine diesen Vorgang nur schwer. Eine gute Sache, dem Hund pflanzliche, verwertbare Nahrung zu bieten, ist frischer grüner Pansen. Es stinkt zwar bis zum Himmel - also nichts für empfindliche Nasen - aber ihr Hund wird es Ihnen danken. Im Pansen haben Enzyme und Bakterien der Kuh bereits mit der Grasverdauung begonnen, so dass der Hund direkt vorverdautes Gras bekommt, ohne dass sein Magen und Darm grosse Arbeit leisten muss.